Weitere spirituelle Impulse (4)

Kurswechsel

Lied: Suchen und fragen, hoffen und sehn (GL 457)

Lesung: Joh 2,13ff

„Das Paschafest der Juden war nahe, und Jesus zog von Jerusalem hinauf. Im Tempel fand er die Verkäufer von Rindern, Schafen und Tauben und die Geldwechsler, die dort saßen. Er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle aus dem Tempel hinaus, dazu die Schafe und Rinder; das Geld der Wechsler schüttete er aus, und ihre Tische stieß er um. Zu den Taubenhändlern sagte er: Schafft das hier weg, macht das Haus meines Vaters nicht zu einer Markthalle! Seine Jünger erinnerten sich an das Wort der Schrift: Der Eifer für dein Haus verzehrt mich. Da stellten ihn die Juden zur Rede: Welches Zeichen lässt du uns sehen als Beweis, dass du dies tun darfst?“

Fragen für die persönliche Reflexion und den gemeinsamen Austausch:

  • Zorn und eine große Klarheit werden bei Jesus spürbar: So nicht! Er wirft Gewohnheiten über den Haufen, um wieder deutlich werden zu lassen, worum es eigentlich geht. Diese Gewissheit „so nicht!“ kennt Ihr möglicherweise. Was braucht Ihr, um Eure Perspektive deutlich zu vertreten? Wie könnt Ihr Euch gegenseitig ermutigen?
  • „...dass du dies tun darfst?“ – oder mit anderen Worten: Woher nimmst du dir das Recht, dies zu tun?!

    Wann darf ich meine Meinung sagen, ohne übergriffig zu sein? Wann muss ich sie vertreten, um nicht verantwortungslos zu sein? Ignatius von Loyola ist da hilfreich mit seiner Unterscheidung der Geister: Dient etwas zum Guten? Sind wir von der Liebe zu Gott und diesem Menschen geleitet? Liegt unserer Sichtweise ein gesundes Maß zugrunde? Wird unser Herz weit und eine tiefe Freude spürbar, dann ist es gut. Dann darf ich. Z.B. wenn...

Gebet/Lied: Atme in uns heiliger Geist (Gl 346)

Eva-Maria Scharr